


Das Berghaus Matterhorn befindet sich auf rund 3260 Meter ü.M.
Es ist nur während der Bergsteiger-Saison im Sommer geöffnet.
Die Sommersaison ist kurz aber intensiv. Während der rund 80 Öffnungstage werden ca. 30 Tonnen Lebensmittel verbraucht. Etwa 4 Tonnen werden als Kehricht wieder ins Tal zurück transportiert.
Früher wurde alles Material für die Berghütte mit Mauleseln transportiert, was aus ökologischer Sicht sicher die umweltgerechteste Transportart darstellen würde.
Aufgrund des heutigen Materialbedarfs ist dies aber nicht mehr möglich. Das Material wird heute mit dem Hubschrauber auf die Hütte geflogen, was effizienter und einfacher ist.
Eine weit grössere Herausforderung, als der Materialtransport stellt es dar, das Berghaus mit genügend Wasser zu versorgen.
Das Berghaus Matterhorn wurde auf einem Gebirgesgrat gebaut. Auf einer Höhe von 3260 Metern ü. M. gibt es keine natürlichen Quellen oder Wasserläufe, die gefasst werden könnten. Auch aufwendige Grundwasserbohrungen in den letzten Jahren bleiben erfolglos.
Somit bleibt als einziger Ort und als einzige Möglichkeit um an Wasser zu gelangen der Einstieg zum Hörnligrat, rund 200 Meter von der Hütte entfernt. Hier wird das Schnee- und Gletscherschmelzwasser gefasst und über oberirdische Leitungen zur Hütte geführt. Steht zu wenig Schmelzwasser zur Verfügung, muss das Wasser in der Hütte rationiert werden.
Das Schmelzwasser weisst keine Trinkwasserqualität und das gesamte für die Küche benötigte Wasser muss zuerst abgekocht werden.
Es ist somit keine Selbstverständlichkeit wenn im Berghaus Wasser fürs Kochen und Waschen zur Verfügung steht.